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13 August 2025 | Compliancy | Platforms

Die Durchsetzung der Kurtaxe wird strenger: Behörden verstärken ihre Bemühungen zur Einhaltung der Vorschriften

Viele Plattformen und Hosts haben die Einhaltung der Kurtaxe jahrelang nicht als Priorität gesehen. Regeln gab es schon, aber oft fehlten den Behörden die Mittel oder der Wille, sie durchzusetzen. Das ändert sich. Im Jahr 2025 wird stärker kontrolliert. Länder wenden die Gesetze konsequenter an und die Kosten für Ignoranz steigen.


Von weichen Regeln zu echten Strafen

Was früher freiwillig war, ist heute durch strengere Gesetze, höhere Bußgelder und digitale Überwachung abgesichert. Regierungen verbessern ihre Online-Systeme. Sie führen Register, öffentliche Datenbanken und gesetzliche Vorgaben ein. Plattformen wie Airbnb müssen Kurtaxe für Hotels und Hosts einziehen und abführen. Compliance ist jetzt eine gesetzliche Pflicht.


Drei Länder geben das Tempo vor

Frankreich: Registrierung wird Pflicht, hohe Strafen bei Verstößen

  • Ein nationales Portal wird bis 2026 für alle touristischen Vermietungen Pflicht (Service-Public.fr)
  • Gemeinden können bis zu 10.000 € für nicht registrierte Vermietungen und 20.000 € für falsche Angaben verhängen (Service-Public.fr)
  • Plattformen, die Zahlungen abwickeln, müssen die Kurtaxe einziehen und abführen. Durch Tools wie Faritas wird die Kontrolle schneller (our next article)

Italien: Automatisierung treibt die Compliance

  • Airbnb und andere ziehen die Kurtaxe landesweit ein und führen sie ab (Airbnb Newsroom)
  • Ein nationales Register hilft den Behörden, nicht registrierte Hosts zu finden (Airbnb Newsroom)
  • Venedig hat seine Tagesgäste-Abgabe ausgeweitet und prüft mit QR-Codes am Eingang (Euronews)

Kanada: Strafen und Verlust steuerlicher Vorteile bei Nichteinhaltung

  • Die Steuerbehörde verweigert Abzüge bei Mieteinnahmen von nicht-konformen Hosts (Canada Revenue Agency)
  • Quebecs Register und Bußgelder bis 50.000 $ haben die Compliance von 58 % auf 90 % erhöht (Cottage Life)
  • Ein bundesweiter Fonds von 50 Millionen $ unterstützt die Kommunen bei der Durchsetzung (Government of Canada)


Plattformen werden zu Steuereinnehmern

Regierungen setzen nicht mehr nur auf Bußgelder. Plattformen selbst werden für das Einziehen und Abführen der Kurtaxe verantwortlich gemacht. Öffentliche Register, verpflichtender Datenaustausch und finanzielle Strafen wie die Aberkennung steuerlicher Vorteile in Kanada gehören inzwischen zum Werkzeugkasten.

Für Plattformen geht das Risiko weit über Imageschäden hinaus. Bußgelder, Klagen und regulatorischer Druck machen klar: Digitale Marktplätze müssen die Compliance ihrer Nutzerbasis sicherstellen – oder haften selbst.


Was das für Plattformen, Hosts und Städte bedeutet

Für Plattformen ist eine robuste Compliance-Infrastruktur unverzichtbar. Automatisierte Steuererhebung, Registrierungsprüfungen und Datenaustausch entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit.

Für Hosts gibt es kein Wegsehen mehr. Nichteinhaltung bedeutet Strafen, Prüfungen oder Ausschluss von den großen Plattformen.

Für Städte erleichtern die neuen Strategien das Einziehen der Einnahmen. Gelder, die oft in Wohnraum, Infrastruktur oder Nachhaltigkeitsprojekte zurückfließen.


Fazit: Plattformen müssen führen oder die Folgen tragen

Die Einhaltung der Kurtaxe ist in eine neue Phase eingetreten. Was früher locker gehandhabt wurde, ist jetzt ein globales Thema. Wer operieren will, muss informiert bleiben und die Regeln einhalten – sonst drohen hohe Strafen.
Für Plattformbetreiber ist die Frage nicht ob, sondern wann gehandelt wird. Wenn Sie verstehen wollen, was das für Ihre Plattform in Frankreich, Italien oder darüber hinaus bedeutet, lesen Sie unseren nächsten Artikel. Dort zeigen wir die spezifischen Risiken und Pflichten in Frankreich, wo die Durchsetzung bereits stark zunimmt.


Nächster Artikel: warum Buchungsplattformen in Frankreich gefährdet sind

Frankreich treibt diese Entwicklung besonders stark voran. Der Ansatz dort ist ein Signal für jede Plattform. In unserem nächsten Artikel erklären wir, warum die meisten Buchungsplattformen in Frankreich bereits ein Risiko eingehen – und was Sie dagegen tun können.

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